Erstmals am URZ: Herbsttreffen des ZKI-Arbeitskreises Supercomputing

Der technische Betrieb eines Rechenclusters ist eine komplexe Angelegenheit. Noch komplexer wird es, wenn etwa das Cluster erweitert werden soll, wenn es von unterschiedlichen Parteien administriert wird oder wenn man die verfügbare Rechenkapazität möglichst gerecht verteilen möchte. Vom 13.-14. Oktober 2016 fand an der Universität Heidelberg das Herbsttreffen des ZKI-Arbeitskreises Supercomputing statt, das sich mit diesen und anderen Aspekten auseinandersetzte.

Das Treffen war nach dem bwHPC-Symposium bereits die zweite Veranstaltung zum Thema Hochleistungsrechnen in dieser Woche, für die das URZ Gastgeber sein durfte. In den Räumlichkeiten des Mathematikons trafen sich 82 Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Firmen aus dem gesamten Bundesgebiet zum fachlichen Austausch. In kollegialer, offener Atmosphäre konnten sie neue Entwicklungen im Bereich Hochleistungsrechnen kennenlernen, miteinander diskutieren und Impulse für die eigene Arbeit sammeln.

Supercomp
Foto: URZ
Impression von der Veranstaltung​

Schwerpunktthemen waren dabei „Das wachsende Cluster“ und „Virtuelle Cluster“. Neben den Fragen der Erweiterbarkeit von Hochleistungsrechnern wurde auch das Thema Governance diskutiert, wie es etwa bei der einrichtungsübergreifenden Nutzung von Rechnern relevant wird. Ebenso stießen Ansätze zum umfassenden Cluster-Monitoring auf besonderes Interesse. Abgeschlossen wurde das Treffen am zweiten Tag mit einer Besichtigung des BrainScaleS-Labors, in dem im Rahmen des Human Brain Projects neuromorphe Rechner entwickelt werden. Anschließend erfolgte eine Führung durch die Maschinenräume des Universitätsrechenzentrums. Hier konnten nicht nur die Hochleistungsrechner, sondern auch die besonders energieeffiziente Kühltechnologie besichtigt werden, die in Heidelberg seit kurzem eingesetzt wird.

Im ZKI (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung e.V.) sind die Rechenzentren deutscher Hochschulen organisiert, zusammen mit Einrichtungen der Forschungsförderung, der Großforschung und verschiedenen IT-Unternehmen. Der ZKI besteht aus derzeit 246 Mitgliedsinstitutionen.

Die Arbeitskreise des Vereins bieten den Mitgliedern Gelegenheit zum Erfahrungs- und Wissensaustausch zu verschiedenen Fachthemen. So richtet sich der Arbeitskreis Supercomputing vorrangig an Expertinnen und Experten für Hoch- und Höchstleistungsrechnen in der Wissenschaft, gibt aber ebenso Dienstleistern und Herstellern auf diesem Gebiet die Möglichkeit, Innovationen und neue Komponenten vorzustellen. Der Arbeitskreis trifft sich zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst.

Mehr Informationen zum Verein und zu den Arbeitskreisen auf der Webseite des ZKI.

Verantwortlich: https://it-service.uni-heidelberg.de/
Letzte Änderung: 23.11.2016
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