Service-Katalog

Beschreibung/Zweck des Dienstes:

[ Logo SDS@hd ]

SDS@hd ist ein zentraler Dienst zur sicheren Speicherung von wissenschaftlichen Daten (Scientific Data Storage). Der Service steht den Wissenschaftlern der baden-württembergischen Hochschulen im Sinne eines Landesdienstes zur Verfügung. Im Vordergrund stehen Daten, auf die häufig Zugriffe erfolgen ('hot data').

Die Daten werden auf dem Speichersystem LSDF2 gespeichert, der zweiten Hardware-Generation der Large Scale Data Facility. Das System wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Die LSDF2 ist Teil des baden-württembergischen Umsetzungskonzepts bwDATA für datenintensive Dienste an den Hochschulen im Land Baden-Württemberg.

 

News:

Jul 2017: Die Direktanbindung von SDS@hd an den bwForCluster MLS&WISO ist nun für alle Nutzer dieser Systeme produktiv verfügbar

Mai 2017: Öffnung des Dienstes SDS@hd als Landesdienst für alle bwIDM Mitglieder

Apr. 2017: als weiteres Zugangsprotokoll ist nun SSHFS/SFTP für den Dienst verfügbar

Mrz. 2017: Start des Pilotbetriebs der direkten Verbindung von SDS@hd zum bwForCluster MLS&WISO

 

Technik:

Das Speichersystem LSDF2 ist auf hohe Skalierbarkeit – bezogen auf Kapazität und Performance – ausgelegt. In der derzeitigen ersten Ausbaustufe verfügt die LSDF2 bereits über eine nutzbare Kapazität von mehr als 5 PB. Durch den Einsatz von Solid-State-Disks (SSDs) als Ergänzung zu hoch kapazitiven Festplatten sind ein hoher Lese- und Schreibdurchsatz von mehreren Gigabytes je Sekunde auch im Falle von sehr kleinen Dateien möglich. Sämtliche Daten werden stets verschlüsselt gespeichert.

Für die Zugriffe auf die Daten können die sicheren Zugangsprotokolle NFSv4 mit Kerberos (z.B. unter Linux), SMB 2.x/3.x sowie SSHFS eingesetzt werden, wahlweise verschlüsselt. Weitere Zugriffswege sind in Planung.

 

Zugang:

Durch das in Baden-Württemberg umgesetzte föderierte Identitätsmanagement bwIDM können die Wissenschaftler der Hochschulen des Landes diesen Dienst mit ihrem jeweiligen Account nutzen. An der Universität Heidelberg handelt es sich dabei um die Uni-ID. Die Voraussetzung für den Zugang und die Nutzung von SDS@hd ist ein Nutzer-Entitlement "sds-hd-user", das von der eigenen Heimatorganisation vergeben wird. Heidelberger Nutzer haben dieses Entitlement bereits im Rahmen ihrer Uni-ID erhalten.

Die benötigten Registrierungsschritte hängen von dem gewünschten Nutzungsszenario ab:

Mitarbeit an einem bestehenden Speichervorhaben (SV):

  • in der Anwendung SDS@hd Management kann einem bestehenden Speichervorhaben beigetreten werden. Die benötigten Zugangsdaten erhalten sie direkt vom SV-Verantwortlichen. In dieser Anwendung können auch organisatorische und technische Änderungen für ein SV vorgenommen werden, etwa beim Gruppen- und Rollenmanagement.

  • abschließend erfolgt auf der bwServices-Seite die Registrierung für den Dienst und das Setzen eines Dienstpasswortes.

Anmeldung eines neuen Speichervorhabens (SV):

  • Im ersten Schritt muss das Entitlement 'sds-hd-sv' zur Anmeldung eines eigenen SV bei Ihrer Heimatorganisation beantragt werden. Mitarbeiter der Heidelberger Universität erhalten dieses Entitlement automatisch.

  • nun kann in der Anwendung SDS@hd Management ein Speichervorhaben (SV) beantragt werden. In dieser Anwendung können auch organisatorische und technische Änderungen für ein SV vorgenommen werden, etwa beim Gruppen- und Rollenmanagement.

  • im letzten Schritt erfolgt die Registrierung auf der bwServices-Seite und das Setzen eines Dienstpasswortes.

Anschließend wird der Nutzer / die Nutzerin über die Freischaltung informiert. Falls zusätzlich Zugriff auf zuvor migrierte Daten vom Vorgängersystem LSDF1 am Bioquant benötigt wird, kann eine entsprechende Anfrage an den SDS@hd Support gerichtet werden, um die nötigen Schritte einzuleiten.

 

Entitlements:

Für den Dienst SDS@hd kommen zwei bwIDM-Entitlements zur Anwendung. Mit diesen sind unterschiedliche Rechte und Pflichten verbunden. Die Kriterien für die Vergabe der Entitlements an einen Nutzer liegen vollständig bei der jeweiligen Heimatorganisation.

Nutzer-Entitlement 'sds-hd-user':

Diese Berechtigung erlaubt es einem Nutzer den Dienst SDS@hd als Mitarbeiter zu nutzen. Er kann dabei einem oder mehreren Speichervorhaben beitreten und an diesen mitarbeiten.

Das Nutzer-Entitlement sollte allen Landesnutzern zugänglich gemacht werden, die im Rahmen von wissenschaftlicher Datenverarbeitung einen Bedarf für den Dienst haben könnten.

SV-Entitlement 'sds-hd-sv':

Diese Berechtigung ermöglicht es einem Nutzer selbst ein Speichervorhaben zu beantragen. Im Rahmen dieses SV übernimmt er damit die Verantwortung für alle in diesem SV gespeicherten Daten, sowie dadurch entstehende Kosten. Ebenso ist mit dem SV eine regelmäßige Berichtspflicht verbunden.

Das SV-Entitlement sollte daher Landesnutzern erst zugeteilt werden, nachdem eine entsprechende Prüfung erfolgt ist (z.b. Kostenübernahme durch das zugehörige Institut).

FAQ:

Wie kann ich über den aktuellen Stand zum Speicherdienst SDS@hd informiert werden?

Neben den Informationen auf dieser Seite besteht die Möglichkeit, die E-Mail-Liste SDS-HD-USER zu abonnieren. Hierüber werden Neuigkeiten und sonstige Bekanntmachungen zum Speicherdienst SDS@hd und dem Speichersystem LSDF2 kommuniziert.

Was passiert mit den Daten auf dem Vorgängersystem LSDF am BioQuant?

Die Daten der Nutzer des Vorgängersystems, die eine Migration der Daten auf die LSDF2 beantragt haben, wurden bereits übertragen. Die Daten sind (nach Registrierung) über die Zugangswege des Speicherdienstes SDS@hd wieder zugreifbar. Bei der Übertragung werden auch die Metadaten übertragen, sodass insbesondere auch die gesetzten Zugriffsberechtigungen übernommen wurden.

Werden Kosten für die Nutzung des Speicherdienstes SDS@hd entstehen?

Ja, für die Nutzung des Dienstes werden ab dem 01.10.2017 Kosten erhoben. Genauere Informationen über das Kostenmodell finden sie im SDS@hd Management. Zurückliegende Nutzungszeit wird nicht in Rechnung gestellt werden.

Kann der Dienst SDS@hd als Archiv oder Backup meiner Daten genutzt werden?

Nein. Die LSDF2 und der Dienst SDS@hd dienen ausschließlich der Speicherung von wissenschaftlichen Daten, auf die häufig Zugriffe erfolgen, die also noch verarbeitet oder analysiert werden ('hot data'). Falls Sie Bedarf an einem Archiv, Backup oder Repositorium für wissenschaftliche Daten haben, wenden Sie sich bitte an den IT-Support.

Wie greife ich auf meine gespeicherten Daten zu ?

Der Zugriff erfolgt zur Zeit über die Protokolle SMB(ab Version 2.x), NFSv4 sowie SSHFS/SFTP. Genaue Informationen zum Zugriff erhalten sie im SDS@hd Management Tool unter "Meine Speichervorhaben".

 

Nutzertreffen:

In regelmäßig statt findenden Veranstaltungen werden Neuigkeiten zu den Speicherdiensten, den Ressourcen und den angrenzenden Diensten (z.B. HPC) vorgestellt. Insbesondere können sich Dienstnutzer, Interessierte und Dienstbetreiber austauschen. Diese Veranstaltungen werden über die E-Mail-Liste SDS-HD-USER angekündigt.

Bisherige Veranstaltungen:

  • Zweites Nutzertreffen am 12. April 2017 14:00 - 15:30h, Folien
    Themen: SDS@hd, Neuerungen und Use-Cases, assoziierte Dienste (z.B. bwForCluster MLS&WISO)
  • Dienstvorstellung im IT-Forum am 7. März 2017, Folien

  • Erstes Nutzertreffen am 18. August 2016 (Wiederholungstermin am 13. September 2016), Folien
    Themen: bwDATA & LSDF, Storage Service SDS@hd, Migration LSDF1 (BioQuant)

 

Status:

Produktiv

Fragen, Wünsche oder Anmerkungen

Ihre erste Anlaufstelle am URZ für Fragen und Probleme ist unser IT-Service-Center. Hier stehen Ihnen unsere Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite.

Für die Serviceannahme ohne Wartezeiten, 24 Stunden täglich und 7 Tage die Woche, bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Anfragen über folgende E-Mail-Adresse: sds-hd-support@urz.uni-heidelberg.de zu stellen.
Verantwortlich: Universitätsrechenzentrum
Letzte Änderung: 24.05.2017
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